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EKD Umweltexperten für CO2-Bepreisung

Am 20. Mai 2019 haben sich EKD-Umweltexperten für eine CO2-Bepreisung ausgesprochen und hierbei gefordert, „dass die Preise für CO2 sozialverträglich gestaltet werden“, so die EKD-Pressemeldung zur Stellungnahme der kirchlichen Umweltexperten.

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Wir leben im Anthropozän, denn der Mensch ist zum geologischen Faktor geworden. Er hat so tief in das Erdsystem eingegriffen und dabei planetarische Grenzen verletzt, dass die Zukunft der menschlichen Zivilisation bedroht ist. Daher ist eine sozialökologische Transformation hin zu einer globalen Kultur der Nachhaltigkeit die zentrale Herausforderung im 21. Jahrhundert. Dies gilt auch für Theologie und Kirche.

Aktuelles

Klimakrise wird Thema bei Reformationsfeier der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Wolfgang_Lucht (Foto: Frederic Batier, Berlin)

Der Klimaexperte und Mitbegründer der „Scientists for Future“, Wolfgang Lucht, ist in diesem Jahr Hauptredner bei der zentralen Reformationsfeier der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Wiesbaden. Am 31. Oktober um 18 Uhr ist der Physiker und Geographieprofessor vom renommierten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in der Wiesbadener Lutherkirche (Satoriusstraße) zu Gast. Lucht arbeitet für den Weltklimarat, ist Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung für Umweltfragen und zählt beim Thema Klimaveränderung aktuell zu den weltweit meist zitierten Forschern. Am Geographischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin hat der gebürtige Mainzer zudem den Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft inne. Zuletzt forderte der 55 Jahre alte Wissenschaftler die Kirchen in einem Manifest auf, in Sachen Umwelt stärker als bisher auf den „Ernst der Lage“ hinzuweisen. In Wiesbaden will Lucht am 31. Oktober über die „Schöpfung in der Klimakrise“ sprechen.

Hier gehts zur Presseinformation der EKHN.

„Klima geht uns alle an - Gedanken zur Lage der Schöpfung“ – von Cornelia Füllkrug-Weitzel (Hrsg.)

Cornelia Füllkrug-Weitzel (c) Hermann Bredehorst/Brot für die Welt

Neues Buch von Brot für die Welt-Präsidentin


Am 8. Oktober erscheint das neue Buch von Cornelia Füllkrug-Weitzel (Hrsg.), Präsidentin von Brot für die Welt, bei edition chrismon. „Klima geht uns alle an – Gedanken zur Lage der Schöpfung“ beschäftigt sich mit dem bestimmenden Thema der vergangenen Monate – dem Klimawandel. Im Gespräch mit Menschen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft nähert sich Cornelia Füllkrug-Weitzel dem Klimawandel, seinen Folgen und unseren Handlungsmöglichkeiten. Sie trifft Jugendliche, die aktuell gegen die verfehlte Klimapolitik auf die Straße gehen, ebenso wie den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn und den Meteorologen Sven Plöger.

Hier gehts zur Presseinformation.

Dr. Sarah Köhler übernimmt die neu geschaffene „Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän“ in Heidelberg

Der Ökumenische Prozess hat mit dem 01.09.2019 Verstärkung bekommen. Dr. Sarah Köhler tritt die  "Ökumenische Arbeitsstelle Anthropozän" an, die ihren Sitz beim Verein „Werkstatt Ökonomie“ in Heidelberg hat. Die Stelle wird von „Brot für die Welt“ finanziert und von den evangelischen und katholischen Trägereinrichtungen des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ mit getragen. Das Zeitalter des Anthropozän stellt die Menschheit und somit auch die Kirchen vor neue Herausforderungen. In ihrer Arbeit will Köhler vor allem den Brückenschlag zwischen theoretischen Inhalten aus Theologie und Erdsystemforschung und praktischer Umsetzung hin zu einem kulturellen Wandel der Nachhaltigkeit schaffen, damit Kirche zum Akteur eines neuen ökologischen Aufbruchs wird. Hier geht's zur Pressemitteilung.

Neue Koordinatorin Constanze Latussek nimmt ihre Arbeit an der Evangelischen Akademie in Wittenberg auf

Der Ökumenische Prozess hat eine neue Koordinatorin: Die Politikwissenschaftlerin (M. A.) Constanze H. Latussek wird ab sofort von Wittenberg aus das bundesweite, kirchliche Netzwerk koordinieren. Die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt hat hierfür eine neue Stelle eingerichtet. Finanziert wird diese vom katholischen Bischöflichen Hilfswerk Misereor und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Dass die Stelle in Wittenberg, am Ursprungsort der Reformation angesiedelt ist, hält Akademiedirektor Friedrich Kramer für ein Zeichen der Hoffnung: „Um die Erde bewohnbar zu halten, brauchen wir einen grundlegenden Wandel – vielleicht sogar eine neue, eine ökumenisch-ökologische Reformation, eine planetare Reformation zum Genug.“ Die Bedeutung dieser Fragen für die christlichen Kirchen unterstreicht Dr. Georg Stoll, der bei Misereor für Globale Zukunftsfragen zuständig ist: „Die Kehrseiten der Wohlstands- und Fortschrittsgeschichten der sogenannten entwickelten Länder sind inzwischen für alle sichtbar, die sehen wollen. Die Frage drängt sich auf: Wie wollen und können wir in unserem gemeinsamen Zuhause, auf diesem Planeten leben? Sie berührt die christlichen Kirchen im Innersten ihres Selbstverständnisses und ihres Auftrags. Deshalb ist die Arbeit dieses kirchlichen Netzwerks für Nachhaltigkeit so wichtig.“ Hier geht's zur Pressemitteilung

Materialien für Andachten und Gottesdienste zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nation

Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland hat Anfang Juli 2019 „Materialien für Andachten und Gottesdienste zu den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030“ vorgelegt. An dem 130seitigen Band mit dem Titel „Nachhaltig durch das Kirchenjahr“ haben auch Autorinnen und Autoren aus dem Kreis der Träger des Ökumenischen  Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ mitgewirkt, hier geht es zu dem Band.

Angesichts der Herausforderungen im Anthropozän: Hoffnung für die Erde bekennen

Angesichts der Herausforderungen im Anthropozän hat eine ökumenische Konferenz in Wuppertal Mitte Juni 2019 zu einer "ökologischen Reformation der ganzen Christenheit" aufgerufen. Diesem Ziel solle eine "Dekade des ökologischen Lernens, Bekennens und Handelns gegen den Klimawandel" dienen. Unter anderem sollten "Öko-Gemeinden" mit personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet werden. Am Ende der Konferenz, die von der EKD, dem ÖRK, Brot für die Welt, dem EMW und der VEM veranstaltet worden war, wurde der Wuppertaler Aufruf verabschiedet, hier geht es zum Aufruf in englischer Sprache und hier auf Deutsch.

Stadt Heidelberg steht hinter FossilFree

Am 9. Mai 2019 hat der Gemeinderat der Stadt Heidelberg beschlossen, dass die Stadt die Forderungen der Fossil Free Bewegung umsetzen solle. Weitere Infos zur Bewegung hier

Klaus Heidel im Interview: "Vordringlich ist, dass sich die Kirchen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für eine umfassende Kultur der Nachhaltigkeit einsetzen."

Der Katholikenrat des Bistum Speyer hatte Klaus Heidel, langjähriger Koordinator des Ökumenischen Prozess "Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten", zu seiner Frühjahrsversammlung als Impulsgeber und Gesprächspartner eingeladen. Um ökologische und soziale Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft ging es auch in dem anschließend von der Bistumszeitung der pilger geführten Interview.

Interview hier lesen

Rezension zu "Leben im Anthropozän. Christliche Perspektiven für eine Kultur der Nachhaltigkeit" erschienen

In den BRIEFEN – Zur Orientierung im Konflikt Mensch – Erde, Nr. 129, 4, 2018, erschien eine ausführliche Rezension des Buches, welches im Rahmen des Ökumenischen Prozess entstanden ist.

Anthropozän im Mittelpunkt der größten erdwissenschaftlichen Tagung Europas

Die Jahrestagung der European Geosciences Union fand 2019 an der Universität Wien statt und hatte über 16.000 TeilnehmerInnen. In der Session "The Anthropocene – an interdisciplinary approach" wurde in über 25 Beiträgen das Anthropozän aus verschiedenen Blickwinkeln, von Kunst über Architektur hin zu den Naturwissenschaften, betrachtet. Davon berichtet hier Professor Michael Wagreich, der u.a. Mitglied der Anthropozän-Arbeitsgruppe der Internationalen Kommission für Stratigraphie (ICS) ist. Sein besonderes Interesse am "Golden Spike", dem möglichen Marker des Anthropozäns in einer geologischen Schicht, ist deutlich spürbar (lesen Sie zur Datierungs- und Golden-Spike-Debatte auch den einführenden Beitrag von Klaus Heidel für den im Ökumenischen Pozess entstandenen Band zum "Leben im Anthropozän").

Anthropocene Challenges - eine Sendung der Philosophischen Audiothek

Unter dem Titel "Anthropocene Challenges" diskutieren die Literatur- und Kulturwissenschaftlerinnen Eva Horn und Kate Rigby. Es geht um die Frage, was die Diagnose, die der Begriff des Anthropozäns stellt, insbesondere für das Verhältnis zwischen Natur- und Geisteswissenschaften bedeutet.

Utopie für die Zeit nach dem Anthropozän

Wie schon die Ausstellung "Eco-Visionaires: Art, Architecture and New Media After the Anthropocene" im Haus der Elektronischen Künste Basel im vergangenen Sommer, beschäftigt sich auch die finnische Künstlerin und Forscherin Alma Heikkilä mit der "Zeit nach dem Anthropozän". Hier lesen Sie das Gespräch des orf mit der jungen Frau, die sich unter anderem einen Wandel des Kunstbetriebes wünscht.

"Mensch-Natur-Bezug revisited im Anthropozän"

Reinhold Leinfelder plädiert in seinem neuesten Blog-Beitrag über Mensch-Natur Beziehungen, Fridays for Future und die kulturelle Revolution, gegen fatalistische Fügung und für das positive Denken angesichts des Anthropozän.

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