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Die Erde ist des Herrn – und der Mensch Herr der Erde? Geoengineering als Herausforderung für Theologie und Kirche

13.02.2019 Veranstaltungen

Die Frage der technologischen Beherrschbarkeit des Klimas berührt unmittelbar ethische Fragen. Hier sind Theologie und Kirche in besonderer Weise gefordert. Ein Workshop von 11.00 bis 16.30 Uhr in Frankfurt.

 

Ein wenig Hoffnung, aber keine Entwarnung brachte die Klimakonferenz in Kattowitz im Dezember 2018. Trotz aller dort erzielten Fortschritte ist die Menschheit noch immer auf dem Weg zu einer globalen Durchschnittserwärmung der Erde um etwas über drei Grad zum Jahrhundertende. Daher werden die Versuche nicht aufhören, mit großtechnologischen Eingriffen in das Erdsystem die globale Erwärmung zu bremsen. Doch alles, was bisher unter der Überschrift Geoengineering mit kräftiger Unterstützung großer Konzerne erforscht und angestrebt wird, hätte katastrophale Auswirkungen auf Mensch und Natur oder wäre zumindest mit enormen kaum kalkulierbaren Risiken verbunden. Andererseits geht der Weltklimarat davon aus, dass wir selbst dann ab etwa 2070 netto negative Emissionen brauchen, wenn die globalen Treibhausgasemissionen bis zur Jahrhundertmitte gegen Null gegangen sein sollten. Der Bedarf an netto negativen Emissionen wird aber ebenso kontrovers eingeschätzt wie die Möglichkeiten, Treibhausgase mit großtechnischen Vorhaben aus der Erdatmosphäre zu entfernen.

Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass Geoengineering zum Gegenstand des öffentlichen Diskurses wird. Da die Frage der technologischen Beherrschbarkeit des Klimas unmittelbar ethische Fragen berührt, sind hier Theologie und Kirche in besonderer Weise gefordert. Daher laden wir ein zu diesem Workshop.

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