Umkehr jetzt! Wochenende 3: Wie kann der Mensch wirksam werden?

Datum: 03.09.2021 - 05.09.2021
Ort: Speyer, Priesterseminar St. German, Am Germansberg 60, 67346 Speyer, Speyer
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Der Termin gehört zum Programm "Umkehr jetzt!" und ist den 18 Teilnehmenden des Programms vorbehalten. 

Dieses Ausbildungswochenende legt den Fokus auf internationale Zusammenhänge global verantwortlichen Handelns in Wirtschaft und Politik sowie auf Hebel und Blockaden einer weltweiten, sozial-ökologischen Transformation. In Bezug auf die Wirtschaft verlaufen die Diskussionen einer nachhaltigen, globalen Wirtschaftsordnung oft um die Begriffe Postwachstum und Degrowth. Dabei sind diese Begriffe vor allem im Kontext der gesättigten und übersättigten Industriegesellschaften denkbar, während der globale Süden weiterhin auf Wachstum angewiesen ist. Der Großteil der Weltbevölkerung wohnt in Ländern extremer materieller Armut. Eine globale, wirtschaftliche Transformation muss diese Tatsache sowohl in der Semantik als auch inhaltlich in die Debatte einfließen lassen. Es braucht also eine Reflexion des Wachstumsbegriffs. Die globalen Umwelt- und Entwicklungsprobleme können nur durch eine grundlegende Transformation in Richtung Nachhaltigkeit bewältigen werden. Die Umsetzung der SDGs, der Sustainable Development Goals, die 2015 von der UN als politische Zielsetzungen verabschiedet wurden, muss gesamtheitlich und global geschehen, einerseits um die Diskrepanz zwischen den Zielen 1-11, die in der Umsetzung nicht zwingend zur Verminderung des ökologischen Fußabdrucks führen und den Zielen 13-15 aufzuheben, die allein für eine solche Verkleinerung sorgen, andererseits um eine Welt nach der Transformation gerecht zu gestalten. Der Begriff der ‚Entwicklung‘ muss global gedacht werden. Alle Länder müssen sich entwickeln, der globale Norden sicher in eine andere Richtung als der Süden, um die Aufgabe einer großen Transformation zu bewältigen. Dazu müssen auch weltweite politische Hebel und Blockaden der Transformation zur Nachhaltigkeit bedacht werden. Damit werden wir uns in Hinblick auf das eigene Wirtschaften und des eigenen politischen Handelns in den Lebens- und Arbeitszusammenhängen in globaler Verantwortung beschäftigen und die Inhalte in die Konzepte einfließen lassen. Zudem werden im Rahmen des Wochenendes Methoden und Ansätze von Lobby- und Kampagnenarbeit mit entwicklungspolitischem Fokus diskutiert. Hierzu laden wir eine Referentin von Campact ein.

Referent*innen sind neben Dr. Sarah Köhler und Constanze H. Latussek: 

Kathrin Schroeder: ist bei Misereor, der Organisation für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche in Deutschland, als Referentin verantwortlich für die Themen Energie- und Klimapolitik en und vertritt die Organisation auf internationalen Klimakonferenzen.

Dr. Boniface Mabanza: ist in der Demokratischen Republik Kongo geboren, absolvierte ein Studium der Philosophie, Literaturwissenschaften und Theologie in Kinshasa.Seine Schwerpunktthemen sind Handels- und Wirtschaftspolitik und Alternativen angesichts neoliberaler Globalisierung.

Helmut Törner-Roos: arbeitet für den Kirchlichen Entwicklungsdienst im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck.

weitere sind angefragt und werden dann bekannt gegeben!