Umkehr jetzt! Wochenende 2: Was braucht der Mensch, um umzukehren?

Datum: 18.06.2021 - 20.06.2021
Ort: Selbitz, Communität Christusbruderschaft, Gästehaus Wildenberg 23, 95152 Selbitz, Selbitz bei Hof
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Der Termin gehört zum Programm "Umkehr jetzt!" und ist den 18 Teilnehmenden des Programms vorbehalten. 

Im Mittelpunkt des zweiten Wochenendes steht die Frage nach ganzheitlichem Wandel, der im Inneren des Menschen beginnt und von dort aus weitere Kreise zieht. In Auseinandersetzung mit den Beiträgen, aber auch mit den Grenzen des wissenschaftlichen Weltzugangs werden Formen religiöser Praxis erkundet, die unverfügbar sind und dennoch auf besondere Weise transformativ wirksam werden können. Im Gespräch mit Angehörigen christlicher Lebensgemeinschaften, die sich freiwillig dem Leitbild von Suffizienz verpflichtet haben und mit Christinnen und Christen aus dem globalen Süden wird die Frage nach einem Leben in der Versöhnung mit den planetaren Grenzen, nach einer Ethik des Genug und nach gelebter Suffizienz in Kritik an der Wachstums- und Steigerungslogik im Sinne des homo oeconomicus hinterfragt. Einsichten aus der Umweltpsychologie verhelfen zu einem besseren Verständnis der Kluft zwischen Wissen und Handeln. Gemeinsam wird an der Frage gearbeitet, ob und wie Formate gemeinsamer religiöser Praxis dazu beitragen können, diese Kluft zu überwinden. Der „added value“ religiöser Orientierungen und der spezifische Beitrag von Religionsgemeinschaften und „faith-based organisations“ für den ganzheitlichen Wandel hin zur Nachhaltigkeit wird aus ökumenischer und interkultureller Sicht in den Blick genommen und erprobt.

Referent*innen sind neben Dr. Sarah Köhler und Constanze H. Latussek: 

Schwestern der Communität Selbitz und einer franziskanischen Gemeinschaft: Die inhaltliche Begleitung durch die Schwestern evangelischer und katholischer Gemeinschaft im Blick auf individuell, gemeinschaftliches und globales Handeln ist grundlegend für das Wochenende.

Christoph Fuhrbach, geboren 1970 in Frankenthal/Pfalz, studierte Kath. Theologie in Mainz, Innsbruck und Graz. Nach einer Zeit als Pastoralreferent in Landstuhl (Westpfalz) wurde er 2004 Referent für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer.